Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie geht davon aus, dass tätig sein und handeln können Grundbedürfnisse des Menschen sind. Einer Betätigung nachgehen können, die von dem Menschen als zielgerichtet, bedeutsam, sinnvoll und wertvoll empfunden wird, hat für ihn eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Ergotherapie wird bei Menschen aller Altersgruppen, die in ihren alltäglichen Fähigkeiten eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind, angewendet. Bei den Einschränkungen kann es sich sowohl um vorübergehende oder dauerhafte Beeinträchtigungen durch Unfall, physische und psychische Krankheit bzw. Behinderung, als auch um psychosoziale oder entwicklungsbedingte Störungen handeln.

Durch gezielten Einsatz von Aktivitäten/Tätigkeiten, die den Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen des Klienten entsprechen und durch die Anpassung von Umweltfaktoren, soll den Klienten eine größtmögliche Handlungsfähigkeit in ihrem jeweiligen persönlichen, sozialen und beruflichen Lebensbereich ermöglicht werden, damit Lebensqualität erfahren und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stattfinden kann.

Dieser Ansatz, der die Handlungsfähigkeit bzw. die Befähigung des Einzelnen zur Betätigung in das Zentrum der Betrachtung stellt, unterscheidet die Ergotherapie von den anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen.

(DVE)